Der Mitarbeiter-Flüsterer

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19. Februar 2019, Focus

(Mit Stellungnahme von Werner Eichhorst)
 

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Im Rechtsressort hat Daimler digitale Arbeitsmethoden bereits eingeführt. Der Konzern setzt beispielsweise Software ein, um Allgemeine Geschäftsbedingungen von Partnern automatisiert zu beurteilen. "Im Schnitt entstehen 200 neue Gesetze pro Tag. Mithilfe der Digitalisierung können wir die Regelflut effizienter bewältigen", sagt Vorständin Jungo Brüngger. Routine-Jobs verschwinden Die Stuttgarter stehen beispielhaft für die deutsche Wirtschaft, in der sich ein tief greifender Wandel vollzieht: "Alle wollen das Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen. Für viele Beschäftigte ändert sich der Charakter ihrer Tätigkeiten", sagt Werner Eichhorst, Koordinator für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Europa am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Der Soziologe beobachtet gewaltige Verschiebungen: "Berufe mit wiederholenden Tätigkeiten verlieren an Bedeutung. Wissensintensive Berufe, für die hohe Qualifikationen erforderlich sind, nehmen zu." Arbeitgeber suchten "Arbeitnehmer mit technischem Know-how, Verständnis für komplexe Zusammenhänge und Einfühlungsvermögen für Kunden und Kollegen".

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Nachdruck mit freundlicher Genehmigung.

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